Mehr erleben...
...mit dem größten Tauschring Südbadens!
Mehr Gemüse im Tauschring?

Im Folgenden ein schematisiertes Beispiel dafür:

Mitglied

A

B

C

Fläche

50 qm Beet

100 qm Acker, ca. 20 qm Kräuterbeet

X

Obst

Sauerkirschen (wenig), Kirschen, Äpfel, Johannisbeeren, Erdbeeren

Streuobstwiese

X

Gemüse

Zucchini, Kürbisse, Paprika, Kohlrabi, Tomaten

Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Salat

X

Kräuter

Melisse, Minze, Thymian, Frauenmantel

Majoran, Lavendel, Salbei, klassische Küchenkräuter

X

Geräte

Rasenmäher, Generator, Elektro-Heckenschere

Vertikutierer, Benzin-Heckenschere

Schaufel, Spaten

(großer Grill)

Hilfs-

Potential

Umgraben, Obst-Ernte

Aussaat, Ernte-Einsätze (besonders Herbst)

Gießen, jäten, Grünschnitt, Rasen mähen, Ernte-Einsätze, Hilfe bei Weiterverarbeitung

Hilfs-

Bedarf

Jäten, Gießen im Sommer, Kirschen-Ernte, Tipps gegen Schnecken

Grünschnitt, Ernte, Obst-Weiterverarbeitung

X

Weiter-

Verarbeitung

Trockenobst (Dörrgerät), z. T. Marmelade, Obstkuchen

Saft (Saftpresse), getrocknete Tees, Kräuter, Chutneys, Eingelegtes, Likör

Weiterverarbeitung von Kräutern, Einkochen von Obst, Marmelade

Besonderheiten

Frühbeet, Gewächshaus

Tomaten-Haus, viele Sonnenblumen

Großer Speicher zum Trocknen

Sonstiger Bedarf

Größere Leiter, Kirschen-Entsteiner

Tipps gegen Maulwürfe, Einmach-Gläser

Platz zum Entspannen

 

Diese Übersicht sollte die Möglichkeiten des Austausches deutlich machen. Denkbar wäre, dass sich die interessierten Personen über eine Mailingliste zusammenschließen, um z. B. die Liste zu führen und aktuelle Nachfragen und Angebote unter allen auszutauschen. Aber auch regelmäßige Treffen würden sich anbieten. Vom Ablauf über das Jahr könnten eventuell dort mehr Pflanzen angezogen werden, wo die Möglichkeiten dafür vorhanden sind. Im Frühjahr könnten die Setzlinge auf kleinen Pflanzentauschmärkten ausgetauscht werden. Über das Jahr könnte es eine kleine Spezialisierung geben. Wer mehr Erfahrungen oder bessere Möglichkeiten für eine bestimmte Gemüseart hat, würde diese stark bewirtschaften und später gegen nicht mehr selbst angebaute Sorten eintauschen (die bei anderen besser gedeihen). Die Hilfe würde sich nach der Zeit und dem Bedarf richten und könnte alle gärtnerischen Tätigkeiten umfassen, wie sie sich auch oben in der Liste andeuten. Hier könnten sich auch Mitglieder einbringen, die selbst keine Anbauflächen haben und das Ganze könnte sich auch in kommunikativen Ernteeinsätzen vollziehen, indem z. B. in der einen Woche alle bei Mitglied B antreten und in der Folgewoche bei Mitglied A (oder auch G) und im Anschluss wird auf dem Grill von Mitglied C noch etwas gegrillt und Wissen weiter gegeben.
Die Verrechnung könnte dabei auf Talenten basieren, aber auch im direkten Tausch, der eben abgesprochen werden muss. Gerade im späteren Jahr könnte man sich beim Stammtisch, Talent-Treff oder an anderer Stelle treffen, um die Ernte-Erzeugnisse auszutauschen und eine größere Vielfalt zu haben – was ein zentrales Ziel der Kooperation wäre. Wichtig wäre in dieser Phase auch die Weiterverarbeitung, welche oft viel Zeit benötigt. Auch hier könnte man je nach Interesse, Befähigung und vorhandenen Hilfsmitteln (z. B. Saftpresse oder Dörrgerät) die Möglichkeiten bündeln, so dass man sich noch etwas später im Jahr an Trockenobst, Tees und Marmeladen erfreuen könnte. Auch hier kann es Zeit und Energie sparen, wenn nicht drei Leute einkochen, sondern eventuell eine Person für drei, während die anderen etwas anderes Nützliches für das Team erledigen.
Dies ist nur eine grobe Idee, die sich durch andere Vorschläge noch verbessern und erweitern ließe – gerade mit Workshops zu bestimmten Themen wie Beschnitt oder Permakultur ließe sich auch viel bewegen. Meine Anregung wäre, das Ganze im nächsten Jahr einfach mal vom Prinzip her auszuprobieren und zu sehen, was daraus wird. Generell denke ich, dass man damit die Gemeinschaft stärken, den persönlichen Gemüse-Ertrag erhöhen und selbst Zeit sparen könnte. Daneben ist die Weitergabe der Ernte in einen Kreislauf von Mithilfe eingebunden. Als ersten Schritt richte ich uns eine Mailadresse ein. Zu dieser würde ich alle dazu nehmen, welche eine Mail an eben diese Adresse schicken. So könnten alle im „Kreis der KleinsterzeugerInnen“ einfach erreicht werden und sich austauschen und organisieren. Ein zweiter Schritt könnte in der Erstellung einer Liste nach obigem Muster bestehen und dann könnten die nächsten Treffen und Etappen besprochen werden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was eventuell aus dieser Idee wird. Nach demselben Muster könnten sich übrigens auch andere Interessen im Tauschring organisieren und Angebot und Nachfrage besser bündeln lassen. Das könnte z. B. bei Babysitting und Kinderbetreuung der Fall sein, aber auch bei der Freizeitgestaltung oder im handwerklichen Bereich usw. Bringt gerne eigene Initiativen dazu auf den Weg. Zur Idee des kollektiveren Gärtnerns wendet Euch bitte an die folgende E-Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (Wer keine Mailadresse hat oder offline ist, fragt im Büro nach Rat)
Romin Hartmann